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Schöne Zähne durch eine Behandlung mit Veneers

Schöne Zähne sind nicht nur ästhetisch, sie gelten auch als ein Zeichen von gepflegten Menschen. Gleichzeitig macht ein attraktives Lächeln mit schönen Zähnen jeden Menschen sympathischer. Doch leider hat nicht jeder das Glück, von der Natur mit schönen Zähnen ausgestattet worden zu sein.

Genau deshalb gibt es heutzutage zahlreiche Möglichkeiten und Behandlungen, mit denen jeder schöne Zähne bekommen kann. Neben den klassischen Behandlungen mit Spange oder Zahnschienen können dabei auch Veneers genutzt werden, um den Traum von schönen Zähnen Realität werden zu lassen.

Was sind Veneers?

Der Begriff „Veneers“ kommt aus dem Englischen. Übersetzt bedeutet dies so viel wie „Fassade“, „Furnier“ oder auch „Verblendschale“. In der ästhetischen Wiederherstellung der Zähne versteht man darunter hauchdünne Schalen, die auf die vorderen Zähne aufgeklebt werden. Sie bestehen in der Regel aus Keramik oder einem Gemisch aus Kunststoff und Keramik.

Mit einem Spezialklebstoff werden die Veneers von einem Zahnarzt auf die Außenseite der Frontzähne geklebt. So werden Verfärbungen der Zähne, abgebrochene Zähne sowie auch Zahnlücken und schief stehende Zähne optisch unsichtbar gemacht . Von außen sieht man dann nur noch die hauchdünne Keramikschale.

Die sichtbaren Frontzähne erhalten somit wieder ein ästhetisch ansprechendes Aussehen. Damit gewinnen Sie nicht nur ein schönes Lächeln zurück. Sie werden sich selbst auch wieder wohler fühlen und damit ein großes Stück des eigenen Selbstwertgefühls und Lebensqualität zurückgewinnen.

Unterschiedliche Arten von Veneers

Veneers können in vier verschiedene Arten unterschieden werden. Diese unterscheiden sich sowohl in der Art des Materials und ihrer Stärke als auch in der Anbringung an den Zähnen und den Kosten für die Behandlung. Welches Verfahren für den einzelnen Patienten genutzt werden kann, hängt vor allem vom individuellen Zustand der vorhandenen Zähne ab.

Konventionelle Veneers

Herkömmliche Veneers werden aus Keramik gefertigt und können bis zu 1 mm dick sein. Sie werden bei der Anfertigung im Labor exakt auf die individuelle Form des jeweiligen Zahnes angepasst. Vor dem Aufbringen der Veneers müssen unter örtlicher Betäubung die Zähne zunächst leicht abgeschliffen werden.

Die Behandlung dauert damit etwas länger als bei anderen Methoden und kann vor allem für Menschen mit Angst vor dem Zahnarzt unangenehm sein. Dank ihrer im Vergleich recht dicken Stärke von bis zu 1 mm sind sie allerdings sehr robust und langlebig.

Non-Prep-Veneers

Bei den Non-Prep-Veneers, zu denen unter anderem sogenannte Lumineers gehören, handelt es sich um deutlich dünnere Verblendschalen für die Zähne. Sie sind in der Regel nur etwa 0,3 mm dick. Ihr Vorteil gegenüber konventionellen Veneers liegt vor allem darin, dass die Zähne zum Aufkleben der Veneers nicht vorbehandelt werden müssen.

Ein Abschleifen der Zähne und damit auch die örtliche Betäubung entfällt somit. Vor allem Angstpatienten beim Zahnarzt empfinden die Behandlung mit Non-Prep-Veneers daher als deutlich angenehmer. Zeitgleich werden durch das Abschleifen die Zähne nicht angegriffen, da die Veneers für einen langfristigen Halt ausschließlich mit dem Spezialklebstoff auf den Zähnen fixiert werden.

Sofort-Veneers

Die Sofort-Veneers, auch bekannt als „Veneers-to-go“, bestehen aus einem vollkeramischen Material oder einer Mischung aus Kunststoff und Keramik. Bei den Sofort-Veneers handelt es sich um genormte Vorlagen. Dadurch entfällt die kostspielige Spezialanfertigung im Labor sowie auch das vorherige Anfertigen eines individuellen Zahnabdrucks.

Gleichzeitig kann mit Sofort-Veneers die Behandlungsdauer verkürzt werden, da lediglich eine Sitzung beim Zahnarzt notwendig ist. Dabei werden die Veneers vor Ort durch den Zahnarzt direkt auf die Zähne aufgeklebt. Da es sich um genormte Veneer-Vorlagen handelt, können in einigen Fällen leichte Anpassungsarbeiten an den Zähnen notwendig sein.

Composite-Veneers

Composite-Veneers bestehen aus einem Spezialkunststoff für die Zahnmedizin. Ähnlich der Sofort-Veneers werden sie nicht speziell im Labor angefertigt, sondern direkt vom Zahnarzt vor Ort auf die Zähne aufgebracht. Sie dienen dabei allerdings nur als eine Übergangslösung für die Zeit, bis die konventionellen Veneers im Labor angefertigt und geliefert wurden.

Sobald die individuell angefertigten konventionellen Veneers hergestellt sind, werden die Composite-Veneers durch die konventionellen ersetzt. Die Composite-Veneers sind damit keine Dauerlösung und daher auch nicht sehr robust und langlebig.

Was ist der Unterschied zwischen Veneers und Inlays?

Veneers sind dünne Schalen aus Keramik, die auf die Außenseite der vorderen Zähne geklebt werden. Dabei werden ausschließlich die vorderen Schneidezähne und maximal die angrenzenden Backenzähne behandelt. Veneers dienen damit lediglich der optischen Behandlung zu ästhetischen Zwecken.

Bei Inlays handelt es sich dagegen um kleine Keramikkörper. Diese dienen der Behandlung der Seitenzähne. Dabei werden Inlays in die Kaufläche der Seitenzähne eingesetzt, um diese wieder für das Kauen optimal nutzbar zu machen.

Was macht man bei einer Behandlung mit Veneers?

Während Sofort-Veneers und Composite-Veneers in nur einer Sitzung beim Zahnarzt auf die Zähne aufgebracht werden können, werden konventionelle und Non-Prep-Veneers zunächst individuell in einem zahntechnischen Labor hergestellt. Die Behandlung läuft daher in mehreren Schritten ab:

1. Schritt: Vorbereitende Untersuchung

Zu Beginn einer Veneer-Behandlung müssen die Zähne zunächst durch einen Zahnarzt untersucht und begutachtet werden. In diesem Zuge kann beurteilt werden, ob eine Veneer-Behandlung überhaupt möglich und sinnvoll ist. Anhand des Zustands der Zähne erstellt der Zahnarzt anschließend einen Kostenvoranschlag für die gesamte Behandlung.

Bevor die eigentliche Veneer-Behandlung begonnen werden kann, müssen die Zähne auch auf mögliche Schäden untersucht werden. Sind die Zähne von Karies befallen oder müssen ältere Füllungen, Kronen oder Ähnliches ersetzt werden, so muss dies vor Beginn der Behandlung mit Veneers geschehen.

2. Schritt: Präparation der Zähne

Sollen bei der Behandlung konventionelle Veneers zum Einsatz kommen, so müssen die Zähne dafür zunächst abgeschliffen werden. Das ist notwendig, da die Veneers bis zu 1 mm dick sein können. Um nach der Behandlung ein möglichst natürliches Zahnbild zu erzeugen, muss diese Dicke zunächst vom Zahn abgetragen werden.

Auch der Grad der Zahnverfärbung und eine mögliche Fehlstellung der Zähne beeinflussen die Menge der abzutragenden Zahnsubstanz. Werden Non-Prep-Veneers zur Behandlung verwendet, ist ein Abschleifen der Zähne nicht notwendig.

3. Schritt: Anfertigung der Veneers

Damit die verwendeten Veneers optimal auf die Zähne aufgesetzt werden können, werden diese von einem zahntechnischen Labor individuell angefertigt. So können mögliche Zahnbeschwerden beim Kauen oder Sprechen durch das Tragen der Veneers vermieden werden. Außerdem garantiert dies einen langfristig sicheren Halt der aufgeklebten Veneers.

Hierzu wird zunächst ein Abdruck der Zähne angefertigt. Dieser kann mit herkömmlichen Abformmaterial oder einem digitalen Verfahren genommen werden. Anhand des Zahnabdrucks können die Veneers passgenau hergestellt werden. Bis es so weit ist, können provisorische Composite-Veneers auf die Zähne aufgebracht werden.

4. Schritt: Aufbringen der Veneers

Nach Fertigstellung der individuell angefertigten Veneers können diese auf die Zähne aufgeklebt werden. Dabei überprüft der behandelnde Zahnarzt zunächst die exakte Passform der Veneers auf den Zähnen. Wurden im Vorfeld provisorische Composite-Veneers aufgebracht, werden diese zuallererst entfernt.

Passen die Veneers perfekt auf die Zähne und kann auch das gewünschte ästhetische Ergebnis erzielt werden, so werden die Veneers mit einem Spezialklebstoff auf den Zähnen verklebt. Der gesamte Prozess des Aufklebens inklusive Aushärtungszeit des Klebers dauert in etwa 20 bis 30 Minuten.

Im Video sehen Sie, wie die Behandlung mit Veneers funktioniert:

Für welche Patienten ist die Behandlung mit Veneers geeignet?

Die Behandlung mit Veneers eignet sich ausschließlich zur ästhetischen Verbesserung des Zahnbildes. Mögliche Schäden an den Zähnen oder größere Fehlstellungen der Zähne müssen separat behandelt werden. Dabei ist die Behandlung mit Veneers besonders geeignet, wenn:

  • verfärbte Zähne optisch aufgehellt werden sollen
  • Sie unter Defekten am Zahnschmelz leiden
  • kleinere Fehlstellungen, abgebrochene Zähne oder kleine Zahnlücken kaschiert werden sollen
  • die Zahnoberflächen Unregelmäßigkeiten aufweisen.

Wann sind Veneers ungeeignet?

Mit Veneers können Sie die eigenen Zähne verschönern und wieder ein strahlendes Lächeln zurückgewinnen. Ungeeignet ist die Behandlung mit Veneers allerdings, wenn Sie:

  • oft mit den Zähnen knirschen
  • an den Nägeln kauen
  • bereits größere Füllungen in den Zähnen haben
  • Sportarten betreiben, bei denen die Zähne häufig verletzt werden können, beispielsweise Kampfsport.

Veneers: Vor- und Nachteile

Die Behandlung mit Veneers bringt ganz eigene Vor- und Nachteile mit sich. Dazu gehören vor allem:

VorteileNachteile
Kurze BehandlungsdauerAbschleifen der Zahnsubstanz bei konventionellen Veneers notwendig
Dauerhaft ästhetisches ErgebnisBeim Abschleifen können Schäden und Schmerzen an den Zähnen entstehen
Optische Form und Farbe können individuell bestimmt werdenRein optischer Effekt
Lange Haltbarkeit 

Die Vorteile der Behandlung mit Veneers liegen vor allem in ästhetischen Gründen. Verfärbungen der Zähne sowie kleinere Zahnlücken und Fehlstellungen der Zähne können durch die Anwendung von Veneers optisch unsichtbar gemacht werden. Vor allem im sichtbaren Frontbereich der Zähne kann somit ein optisch ansprechendes Ergebnis erzielt werden.

Gleichzeitig sind insbesondere konventionelle Veneers sehr langlebig und robust. Damit versprechen sie auch ein dauerhaftes Ergebnis. In Studien konnte belegt werden, dass über 93 Prozent der untersuchten Veneers bei Patienten über 10 Jahre hielten.

Das Risiko durch das notwendige Abschleifen der Zähne beim konventionellen Verfahren sollte aber dabei immer abgewogen werden. Hierdurch können Schäden an den Zähnen entstehen. Sogar Entzündungen des Zahnmarks sind in seltenen Fällen möglich.

Was sind die Kosten für Veneers?

Die Kosten für die Behandlung mit Veneers variieren je nach gewählter Art der Veneers und individuellen Behandlung. Provisorisch angebrachte Composite-Veneers sind dabei am günstigsten, da sich auch nicht auf Dauer ausgelegt sind. Andere Veneer-Arten kosten:

  • Konventionelle Veneers: circa 900 bis 1.300 Euro pro Zahn
  • Non-Prep-Veneers: circa 700 bis 1.000 Euro pro Zahn
  • Sofort-Veneers: circa 300 bis 400 Euro pro Zahn

Zu den Kosten für die Veneers selbst kommt noch das individuelle Honorar des behandelnden Zahnarztes. Auch möglicherweise notwendige Vorbehandlungen können einen Einfluss auf die Höhe der Gesamtkosten der Behandlung haben.

Nach der ersten Voruntersuchung erhalten Sie in der Regel einen detaillierten Kostenvoranschlag. So können Sie bereits im Vorfeld die zu erwartenden Kosten abschätzen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Behandlung mit Veneers?

Bei der Behandlung mit Veneers handelt es sich um eine rein kosmetische Behandlung der Zähne. Da die Behandlung keinen medizinischen Nutzen bringt und daher nicht notwendig ist, werden die Kosten der Behandlung nicht durch die Krankenkasse übernommen.

Die ästhetische Wiederherstellung der Zähne gilt somit als reine privatzahnärztliche Leistung. Die Kosten hierfür müssen demnach selbst getragen werden. Lediglich in begründeten Ausnahmefällen kann auf Antrag ein Zuschuss oder sogar eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten bewilligt werden.

Einige Zahnärzte bieten heutzutage für die Bewältigung der Kosten einer Behandlung auch eine mögliche Ratenzahlung. Damit können sich auch Menschen, die nicht mehrere tausend Euro in einer Summe bezahlen können oder wollen, den Traum von schönen Zähnen erfüllen.

Eine private Zahnzusatzversicherung kann Sie vor den Kosten der Behandlung mit Veneers schützen. Hierbei sollten Sie allerdings immer darauf achten, dass der gewählte Tarif auch die gewünschte Leistung enthält. Zudem übernehmen auch private Zahnzusatzversicherungen die Kosten für eine Behandlung mit Veneers in der Regel auch nur dann, wenn diese medizinisch notwendig ist.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Veneers

Was kann mit Veneers verbessert werden?

Veneers können genutzt werden, um Verfärbungen der Zähne, Zahnlücken, leichte Fehlstellungen oder Abplatzer der Zähne zu kaschieren. Gleichzeitig reduzieren sie die Abnutzung des Zahnschmelzes. Die Zähne wirken damit optisch ansprechender.

Aus was sind Veneers gemacht?

Veneers bestehen in der Regel aus Keramik, einer Mischung aus Keramik und Kunststoff oder einem speziellen zahnmedizinischen Kunststoff.

Wie lange halten Veneers?

Vor allem konventionelle Veneers können mit einer hohen Langlebigkeit punkten. Studien fanden heraus, dass bei über 93 Prozent der untersuchten Patienten die Veneers länger als 10 Jahre hielten.

Was passiert mit den Zähnen beim Tragen von Veneers?

Entscheiden Sie sich für den Einsatz herkömmlicher Veneers, so müssen die Zähne zunächst abgeschliffen werden. Dabei wird der Zahnschmelz abgetragen. Je nach Dicke des abgetragenen Materials und Zustand der Zähne können dabei in seltenen Fällen Schäden an den Zähnen entstehen. Sind die Veneers erst einmal aufgesetzt, so schützen die Keramikschalen den Zahn vor äußeren Einflüssen.

Sind Veneers gefährlich?

Grundsätzlich ist das Tragen von Veneers ungefährlich. Lediglich durch das bei herkömmlichen Veneers nötige Abschleifen der Zähne kann es in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen. Durch die Abtragung des Zahnschmelzes können die darunterliegenden Zähne empfindlicher gegenüber Hitze und Kälte werden.

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