zahnstein entfernen

Zahnstein – Erklärung, Ursachen und Behandlungen

Mysterium Zahnstein

Den unangenehmen Besuch beim Zahnarzt möchten sich sehr viele Menschen ersparen. Gehören Sie auch dazu? Dann interessieren Sie sich bestimmt, wie Sie den Zahnstein selbst entfernen können. Passend dazu bietet das Internet massenhaft Tipps und Anleitungen für die Selbsthilfe an. Aber hier ist Vorsicht geboten. Immerhin können Sie bis nur zu einem gewissen Grad den Zahnstein selbst entfernen.

Wenn es aber darum geht mit irgendwelchen Werkzeugen den Zahnstein zu entfernen, sollten Sie die Finger davon lassen. Beim Versuch unter das Zahnfleisch zu gelangen sind Verletzungen vorprogrammiert. Außerdem sind beginnende Verkalkungen mit bloßem Auge kaum erkennbar. Eine ganzheitliche Reinigung der Zähne erhalten Sie nur mithilfe von medizinischen Fachkräften.

Der Gang zum Zahnarzt wird Ihnen also in keinem Fall erspart bleiben, selbst wenn Sie Angst vorm Zahnarzt bzw. Dentalphobie haben. Es gibt auch dafür Wege diese Angst zu überwinden. Dennoch gibt es Hilfsmittel, mit denen Sie den Zahnstein vorbeugen und die Ausbreitung eindämmen können

Was ist Zahnstein?

In der Fachsprache nennt sich Zahnstein Calculus Dentis. Das heißt soviel wie verkalkte Zähne. Die Bezeichnung kommt von den Mineralstoffen im Speichel. Vor allem die Calciumphosphat-Verbindungen in der Plaque werden zu festen Mineralien. Dies ist dann der Zahnstein. Schon nach wenigen Stunden können Sie diesen festen Belag nicht mehr mit der Zahnbürste entfernen. Innerhalb von zehn Tagen sitzt der Zahnstein dann sehr fest.

Offener und verdeckter Zahnstein

Es gibt zwei verschiedene Arten, wie sich Zahnstein bilden kann:

  • Sichtbarer Zahnstein: Der eine sichtbar. Sie finden den Zahnstein zuerst am Zahnfleischsaum. Von dort breitet er sich weiter aus. Hier spricht die Medizin vom supragingivalen Zahnstein.
  • Verdeckter Zahnstein: Den verdeckten Zahnstein können Sie dagegen nicht sehen. Dieser wird subgingivalen Zahnstein genannt. Er entsteht unter dem Zahnfleisch. Zahnärzte bezeichnen diesen Zahnstein eher als Konkrement. In der Medizin wird als Konkrement ein festes Material bezeichnet, was sich aus Flüssigkeiten des Körpers gebildet hat. In unserem Fall hier stammen die Mineralstoffe aus dem Blut und den Sekreten der Zahnfleischtaschen. Dieser Zahnstein ist härter als der supragingivale Zahnstein und hat eine dunklere Farbe.
zahnarzt schaut in mund
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Wo entsteht Zahnstein?

Nun fragen Sie sich eventuell, wo Sie Zahnstein üblicherweise finden. Besonders viel Zahnstein bildet sich nahe der großen Mundspeichel-Drüsen. Dementsprechend lagert er sich bevorzugt auf den Innenflächen der unteren Schneidezähne ab. Ebenso lagert sich der Zahnstein an der Außenseite der oberen Backenzähne ab.

Darüber hinaus sorgen viele kleinere Speicheldrüsen für die Möglichkeit, dass auch andere Stellen nach und nach verkalken. Zahnstein verursacht Karies und Entzündungen am Zahnfleisch. Dies kann wiederum weitere Krankheiten auslösen. Das Entfernen von Zahnstein schützt daher vor Erkrankungen im Mundraum.

Wie erkennt man Zahnstein?

Zahnstein zeigt sich zunächst am oberen Rand des Zahnfleisches. Die mineralische Ablagerung hat eine gelbliche bis bräunliche Farbe. Dadurch hebt sich Zahnstein von der natürlichen Farbe der Zähne ab. Einfacher zu erkennen sind die stärker ausgeprägten Formen an den unteren Schneidezähnen.  Die Erhebungen von starkem Zahnstein fühlen Sie mit der Zunge. In diesem Stadium bröckeln manchmal kleine Stücke vom Zahnstein ab.

Beginnenden Zahnstein selbst entfernen

Die Vorstufe von Zahnstein ist ein weicher Zahnbelag, die sogenannte Plaque. An diesem Punkt kann dieser weiche Zahnbelag noch ganz einfach durch Zähneputzen und entsprechende Mundhygiene gelöst werden. Wollen Sie jedoch den festeren Zahnstein selbst entfernen, brauchen Sie schon richtiges Werkzeug.

Zahnstein selber entfernen

In Online-Shops gibt es mehrere Hilfsmittel, um leichten Zahnstein selbst zu entfernen. Wer ein Händchen dafür hat, kann sich einen Zahnsteinentferner besorgen. Manche Shops verwenden auch die Bezeichnungen Scaler oder Zahnsteinkratzer. Hier ist enorm viel Sorgfalt und Sachverständnis geboten.

Ebenso verhält es sich mit dem Zahnsteinradierer. Auf jeden Fall sollten Sie sich gründlich mit seiner Handhabung auseinandersetzen, bevor Sie beginnen. Einfacher und weniger riskant sind hochwertige elektrische Zahnbürsten und spezielle Zahncremes. Selbst hier finden Sie effektive Methoden, um einen beginnenden Zahnstein selbst zu entfernen. Ansonsten können Sie zu sicheren Hausmitteln greifen.

Zahnsteinentferner

Der Zahnsteinentferner ist ein Handinstrument zur Zahnpflege. Er entspricht den Instrumenten, die auch der Zahnarzt nutzt. Das Gerät ist aus rostfreiem Edelstahl und besitzt zwei entgegengesetzt gebogene Enden. Dies erleichtert den Gebrauch für Rechts- und Linkshänder. Achten Sie auf die seitlich scharf angeschliffenen Spitzen. Der Zahnsteinentferner dient dem Entfernen supragingivaler Ablagerungen oberhalb des Zahnfleischsaumes.

Damit Sie nicht unbeabsichtigt abrutschen oder Ihr Zahnfleisch verletzen, sind Scaler mit einem geriffelten Griff ausgestattet. Dies sorgt für einen sicheren Halt. Wie Sie den Zahnstein selbst entfernen, erfahren Sie genau im Beipackzettel.

Zunächst legen Sie einen der kantig geschliffenen Scaler ans Zahnfleisch an. Den Zahnstein schaben Sie sorgfältig und sanft ab. Dabei ziehen Sie das scharfe Ende vorsichtig vom Zahnfleischrand weg, hin zum Zahn. Achten Sie dabei auf die Spitzen des Scalers. Sie können das Zahnfleisch verletzen.

Den Scaler sollte nach der Behandlung jedes Zahnes gereinigt werden. Nach Gebrauch nochmals gründlich reinigen und desinfizieren. Sollten Sie die Möglichkeit haben, das Gerät zu sterilisieren, sollten Sie diese Option nutzen. Um die empfindlichen Spitzen zu schonen, sollten Sie den Zahnsteinentferner anschließend in seiner Schutzverpackung aufbewahren.

Zahnsteinradierer 

Bei einem Zahnsteinradierer handelt es sich um ein Handinstrument aus der Zahnmedizin. Die schräg zulaufende Gummispitze tritt aus einem Schaft aus chirurgischem Edelstahl hervor. Seine Form erinnert stark an einen Lippenstift.

Das Material besteht aus Naturgummi, der mit Kristallen versetzt ist. Das Siliciumcarbid (Karborund) härtet das Gummi und bildet eine raue Oberfläche. Damit können Sie leichten Zahnstein selbst entfernen, indem Sie ihn schonend wegradieren. Mit dem Zahnsteinradierer können Sie Verfärbungen und leichten Zahnstein selbst entfernen. Nach dem Prinzip eines Radiergummis verblassen die sichtbaren Überbleibsel von Kaffee, Tee, Tabakrauch oder Rotwein.

Zahnsteinradierer anwenden

Auch wenn der Radierer den Zähnen keinen Schaden zufügt, sollte das zahnmedizinische Gerät höchstens einmal in der Woche zum Einsatz kommen. Dabei fahren Sie einige Sekunden mit der flachen Seite vom Zahnfleisch weg in Richtung Zahn.

Bei falscher Anwendung können Sie das Zahnfleisch verletzen. Für Kunststoffzähne ist der Radierer nicht geeignet. Verwenden Sie keinen übermäßigen Druck beim Radieren. Führen Sie den Zahnradierer am besten ohne Kraftaufwand über den Zahnstein.

Direkt nach dem Essen besteht die Gefahr, mit dem Zahnradierer vermehrt Zahnhartsubstanz abzutragen. Denn Fruchtsäuren und bestimmte Lebensmittel rauen die Zähne auf. Damit der Zahnschmelz erhalten bleibt, sollten Sie den Zahnsteinradierer ohne Polierpasten oder weißende Zahnpasta benutzen. Die abrasive Wirkung des Gummis reicht für den gewünschten Effekt völlig aus.

Nach dem Anwenden den Mund gründlich ausspülen und die Zähne mit Zahnpasta putzen. Den Radierer mit Wasser abwaschen und desinfizieren. Wenn die Verfärbungen nach mehrmaligem Radieren nicht verschwinden, kommen diese nicht von Tee, Wein, Kaffee oder Nikotin. Dann sollten Sie Ihren Zahnarzt um Rat fragen.

Risiken von Zahnsteinradierern

Wenn Sie den Zahnsteinradierer zu häufig anwenden, schaden Sie Ihren Zähnen. Ebenso schadet zu starker Druck. Sie minimieren zwar den Zahnstein, tragen aber gleichzeitig Zahnschmelz ab. Die Folge: es entsteht eine Irritation. Die Zähne reagieren empfindlich auf thermische Reize wie Kälte und Hitze.

Falsch angewendet verletzt der Zahnradierer Zahnfleisch und Weichgewebe. Blutungen setzen ein. Aufgrund des hohen Aufkommens von Bakterien können sich Wunden in der Mundhöhle infizieren. Womöglich zieht sich das Zahnfleisch bei übermäßigem Druck zurück. Auf diese Weise legen Sie die Zahnhälse frei. Im Extremfall beeinträchtigt der starke Druck locker sitzende Zähne so sehr, dass sie ausfallen.

Wann Zahnsteinradierer nicht zu empfehlen sind 

Bevor Sie sich für einen Zahnsteinradierer entscheiden, sollten Sie Zähne und Zahnfleisch gründlich überprüfen. Das Gerät eignet sich nicht für Patienten mit empfindlichen und lockeren Zähnen. Der Radierer schwächt dünnes Zahnfleisch, die Zahnhartsubstanz von empfindlichen Zähnen und parodontal geschädigte Zähne.

Genetische Erkrankungen der Zahnhartsubstanzen führen zu starken Fehlbildungen am Gebiss. Hier ist der Zahnschmelz bereits zu sehr geschädigt, um einen Zahnradierer zu verwenden. Die sachgemäße Anwendung des Zahnsteinradierers erfordert Feingefühl und eine ausgezeichnete Fingerfertigkeit.

Ebenso sollten Anwender alle Instruktionen zur Hygiene befolgen können. Wenn Menschen das Gerät aufgrund einer eingeschränkten Motorik nicht korrekt bedienen können, besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. Das Milchgebiss von Kindern eignet sich wegen der dünnen Schmelzschicht nicht für die Anwendung.

Welche Zahnsteinradierer gibt es?

Hochwertige Modelle sind aus rostfreiem Edelstahl. Sie können sterilisiert werden. Zudem können Sie die Gummispitze ersetzen. Kombigeräte sind ebenfalls aus Edelstahl. Sie haben an einem Ende eine Gummispitze und am anderen Ende einen Zahnsteinkratzer.

Für den häuslichen Gebrauch eignen sich auch Zahnsteinradierer mit Plastikschaft. Wenn Sie Edelstahlinstrumente nicht sterilisieren können, verbleiben Keime und Bakterien auf dem Gerät. Das Instrument sollte deshalb nur einen Anwender haben, um keine Krankheitserreger zu übertragen.

Ergebnisse moderat

Insgesamt dürfen Sie nicht zu viel erwarten. Gezieltes Reinigen funktioniert nur mit Erfahrung und Fachwissen. Bei massiven Zahnbelägen und langjährigen Verfärbungen reicht ein Zahnradierer nicht aus. In diesen Fällen helfen nur die Handküretten und Ultraschallgeräte des Zahnarztes. Sie können nur Ablagerungen von Zahnstein selbst entfernen, die nicht allzu dick sind. Überdies sollten die Verfärbungen frisch sein.

gruene zahnpasta
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Zahnpasta 

Es gibt Zahnpasta, mit der Sie Zahnstein selbst entfernen können. Der Handel bietet verschiedene Produkte, welche die Bildung von Zahnstein reduzieren. Einige beugen Kalkablagerungen vor, andere lindern vorhandenen Zahnstein.

Bei all den Angeboten sind auch bedenkliche Produkte dabei. Sicherlich kann ein Laie nicht alle Inhaltsstoffe identifizieren und prüfen. Viele Pasten enthalten den Wirkstoff Natriumfluorid. Einige sind angehäuft mit Schleifmitteln.

Welche Zahncremes sind schädlich?

Ein gesunder Mensch verfügt über ein chemisches und biologisches Gleichgewicht im Mund. Der pH-Wert bewegt sich im basischen Bereich. Mikro-Organismen stärken die Abwehrkraft und unterstützen die Verdauung.

Zu viele antibakterielle oder andere Zusätze stören dieses ausgewogene Verhältnis. Dabei ist der häufigste Zusatz in der Zahnpasta das Fluorid. Dieser Wirkstoff ist sehr umstritten, da keine direkte toxische Wirkung zu spüren ist.

Immer wieder kommt es vor, dass Sie kleine Mengen der Zahnpasta schlucken. Daneben nimmt auch die Mundschleimhaut Inhaltsstoffe auf. Fluorid verlangsamt den Stoffwechsel und schwächt auf Dauer das Immunsystem. Durch das Reinigen mit chemischer Zahncreme können Fluorid, Aromen, Triclosan, Parabene und Süßstoffe in den Blutkreislauf gelangen.

Zahnpasta gegen Zahnstein

Wenn Sie eine Zahnpasta aus der ganzheitlichen Mundhygiene testen wollen, empfiehlt sich beispielsweise die Sole Zahncreme von Weleda. Die Putzkörper bestehen aus Natriumkarbonat (Salz). Weitere Inhaltsstoffe sind Myrrhe, Ratanhiawurzel und Kastanienrinde. Außerdem sorgen Meersalz, Jojobaöl, Glycerin, Kieselsäure und Schlehensaft für ein lang anhaltendes Frischegefühl im Mund. Fluorid ist nicht enthalten.

Durch das Neutralisieren von Säuren bildet sich bei sorgfältiger Pflege kein Zahnstein aus. Denn die Zahncreme regt die körpereigene Selbstreinigung an, indem sie den Speichelfluss fördert. Neben einem leicht salzigen Geschmack enthält sie ein frisches Pfefferminz-Aroma.

Elektrische Zahnbürsten

Mit elektrischen Zahnbürsten sind Sie kaum in der Lage, Zahnstein selbst zu entfernen. Die meisten Modelle dienen der mechanischen Reinigung in unterschiedlichen Frequenzbereichen. Sie entfernen die Plaque und schützen vor Zahnstein. Eine Ausnahme bilden jedoch Ultraschall-Zahnbürsten.

Ultraschall-Zahnbürsten notwendig

Seit der Handel hochwertige Ultraschall-Zahnbürsten anbietet, können Sie zuverlässig leichten Zahnstein selbst entfernen. Diese Methode schont Zahnfleisch und Zahnsubstanz und ist deshalb sehr empfehlenswert.

Der Bürstenkopf von Ultraschallgeräten übertrifft alle bisher erreichten Schwingungen von elektrischen Zahnbürsten um Längen. Damit reinigen Sie die Zähne nicht mechanisch. Aufgrund der hohen Frequenz nehmen Sie keine Vibrationen wahr. Die Arbeit verrichtet das Gerät zusammen mit der passenden Zahncreme.

Was passiert beim Reinigen mit Ultraschall-Zahnbürsten?

Die Zahnpasta ist darauf ausgelegt, viele kleine Bläschen zu bilden. Während der Reinigungskopf Millionen Schwingungen auf Speichel und Zahncreme überträgt, verteilen sich diese Mikrobläschen auf die Zähne und schwer erreichbaren Zwischenräume. Nach einer gewissen Zeit zerplatzen diese Bläschen. Dadurch löst sich die Plaque zusammen mit den Bakterien von den Zähnen.

Vorteile der Ultraschall-Methode

Ultraschall ist Hochtechnologie. Sie müssen nur verstehen, wie sie funktioniert. Damit ist die Zahnpflege sowie das Reinigen von Spangen und Brücken um einiges einfacher. Sie erreichen den ganzen Mundraum mitsamt allen schwer zugänglichen Stellen.

Weil der mechanische Abrieb wegfällt, schonen Sie den Zahnschmelz. Von der reibungslosen Ultraschalltechnologie profitieren Patienten mit Zahnfleischentzündungen, empfindlichen Zähnen und zurück weichendem Zahnfleisch.

Ultraschall-Zahnbürsten schwingen stärker

Ultraschall-Zahnbürsten haben nichts mit den herkömmlichen Schallzahnbürsten zu tun. Sie reiben nicht mehr am Zahnschmelz oder am Zahnfleisch. Der Bürstenkopf schwingt auch nicht hin und her. Anstelle von rotierenden Bürstenköpfen sorgen hier ausschließlich die Ultraschallwellen für glatte Zähne.

Ganz leicht zu unterscheiden sind Schall- und Ultraschall-Bürsten anhand ihrer Frequenzen. Während eine Schallzahnbürste unter 50.000 Schwingungen arbeitet, erreicht Ultraschall bereits 96 Millionen Schwingungen in der Minute.

Ultraschall-Zahnbürsten anwenden

Zuerst tragen Sie die Spezialpaste auf die Zähne auf. Anschließend legen Sie den Kopf der Ultraschall-Zahnbürste für einige Sekunden an jeden Zahn. Es ist etwas ganz neues, weil wir ja das „Schrubben“ gewöhnt sind. Das erste Mal mit dem Ultraschallgerät kann daher etwas seltsam anmuten.

Denn wenn die Zahnpaste verteilt und die Ultraschallbürste aktiviert ist, fühlen Sie erst einmal gar nichts.  Der Bürstenkopf bewegt sich kein Stück. Nichts vibriert. Anwenderfreundliche Geräte verfügen deshalb über einen Motor, der Vibrationen auslöst. Das ist einzig und alleine für Ihr persönliches Feedback.

Da die Putzmethode per Ultraschall neuartig und sehr gering verbreitet ist, gibt es noch wenig Auswahl an Zahncremes. Wichtig ist vor allem, dass die Zahnpaste speziell für Ultraschall ausgezeichnet ist. Denn die neuartige Technologie funktioniert nur in Kombination mit Ultraschall-Zahncreme.

Mit Hausmitteln Zahnstein selbst entfernen 

Wenn Sie den Zahnstein selbst entfernen wollen, brauchen Sie nicht immer chemische Produkte. Ein sicheres Hausmittel ist das Kauen von Sesam. Zuerst zerkauen Sie einen Teelöffel Sesamkörner bis eine Masse entsteht.

Damit putzen Sie anschließend die Zähne. Die Zahnbürste sollte jedoch trocken sein. Wenn Sie dies mehrmals pro Woche wiederholen, erzielen Sie den bestmöglichen Erfolg. Backpulver, Essig und Zitrone rauen die Zähne auf und beschädigen den Schmelz.

Vorsicht bei Selbstversuchen

Es ist immer besser, die ersten Anzeichen von Zahnstein mit einem Zahnarztbesuch zu quittieren. Denn nur der Zahnarzt hat die Sachkenntnis, Mittel und Geräte, um wirkungsvoll gegen Zahnstein vorzugehen. Das selbständige mechanische Entfernen von Zahnstein birgt eine große Verletzungsgefahr. Vor allem, wenn Sie  Kratzer und ähnliche Dentalgeräte verwenden. Verletzungen an Zahnfleisch und Mundschleimhaut lösen immer wieder schwere Entzündungen aus.

Prophylaxe: Zahnstein verhindern, bevor er auftritt

Mit einer halbjährlichen Prophylaxe können Sie Zahnstein verhindern, bevor dieser überhaupt auftritt. Prophylaxe bedeutet im allgemeinen Sinne nichts anderes als die Vorbeugung gegen Zahnkrankheiten. Dieses Verfahren zum Schutz des Zahns wird bei Kindern regelmäßig jedes halbe Jahr durchgeführt.

Diese Behandlung ist unerlässlich, wenn man keine Lust auf kostspielige Zahnarztbesuche oder ständige Schmerzen hat.  Die Grundlage für die Prophylaxe bei Erwachsenen wird etwas differenzierter als die professionelle Zahnreinigung (“PZR”) bezeichnet. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Prophylaxe einmal im Jahr.

Wie funktioniert die professionelle Zahnreinigung?

Unser Alltagskonsum von Nahrungsmitteln wie Tabak, Soft-Drinks oder Koffein führt zur Bildung von Belag auf den Zahnoberflächen. Eine professionelle Zahnreinigung dient dazu, die Zähne von diesem Belag und Bakterien zu befreien. Zusätzlich wirkt sie vorbeugend, um schlimmere Erkrankungen wie Parodontitis zu verhindern.

Die Vorteile einer professionellen Zahnreinigung liegen also in der Prävention von Krankheiten, Gewährleistung eines funktionierenden Zahnapparats und der Optik. Die Beläge werden mit einem Plaque-Test identifiziert, sodass betroffene Stellen (ältere Zahnbeläge, Zahnstein) farblich markiert werden.

Nachdem die Stellen ersichtlich sind, wird der Zahnarzt den Zahnstein schonend aber dennoch gründlich entfernen mit einem Scaler oder eine Kürette. Bei schwierigeren Stellen kommen pointierte Instrumente wie Schaber, Ultraschallgeräte oder Interdentalbürsten zum Einsatz. 

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