mann am rauchen

Gelbe Raucherzähne behandeln – was wirklich hilft

Ihre getrübte Wunder-Waffe

Ein schönes Lächeln kann viele Möglichkeiten eröffnen, gibt Einblick in die Seele eines Menschen und ist ein Ausdruck von Respekt, Zufriedenheit und Sympathie. Wir wissen alle, was ein schönes Lächeln bewirken kann: die Überzeugungskraft eines ehrlichen Lächelns kann helfen, Vertrauen zu erwecken, Attraktivität auszustrahlen und soziale Kontakte aufzubauen. Unser Lächeln ist nicht nur ein optisches Feature, es ist ein soziales Instrument. Davon ist sogar die Wissenschaft überzeugt.

Umso trauriger ist es, wenn diese soziale Wunder-Waffe Ihren Wert verliert und wirkungslos wird, wenn der wichtigste Teil unseres Lächelns nicht gepflegt wird: Unsere Zähne. Bei vielen Menschen zeigt sich nach einer gewissen Zeit ein trauriges Phänomen: Die Zähne werden gelb und trüben das sonst so strahlende Lächeln. Das stellt für viele Menschen ein großes Problem dar, da das schönste und bezauberndste Lächeln getrübt werden kann, wenn die Schneidezähne statt strahlend weiß eher grau und gelblich werden.

Ursachen

Eine natürliche Verfärbung der Zähne im Laufe des Lebens ist vollkommen normal, wird jedoch durch mangelnde Mundhygiene und Zahnpflege deutlich beschleunigt und verstärkt. Zahn- und Mundgesundheit werden von vielen Betroffenen nicht ernst genug genommen, bis es zu spät ist und sie mit unangenehmem Mundgeruch, gelben Verfärbungen und teilweise sehr empfindlichen Zähnen belastet werden. Übrigens können nicht nur gelbe Zähne ein Ergebnis mangelnder Mundhygiene sein, sondern auch ernstzunehmende Krankheiten wie Parodontitis oder Gingivitis. Es lohnt sich also schon früh Zahnseide zu benutzen, sich etwas mehr Zeit für die tägliche Mundhygiene zu nehmen und regelmäßig eine Prophylaxe durchführen zu lassen.

Weitere Ursachen für gelbe Zähne können außerdem Ablagerungen von Lebensmittelresten in den Zahnzwischenräumen oder die Einnahme von färbenden Lebensmitteln wie Kaffee, schwarzer Tee oder Rotwein sein. Ebenfalls können zahlreiche Medikamente, Gewürze und Mundspüllösungen gelbe Zähne hervorrufen. Diese Zahnbeläge sind jedoch noch relativ einfach zu entfernen und bringen nur in wenigen Fällen wirklich negative Symptome mit sich – ganz im Gegensatz zum Raucherbelag.

Rauchen bzw. der Konsum von Nikon- oder Tabakhaltigen Produkten ist bekannt dafür, die Zähne mit der Zeit zu verfärben. Die Ablagerungen von Nikotin und anderen Stoffen führen zu einem sehr unangenehmen, intensiven Zahnbelag, welcher sich bei vielen Rauchenden auch durch gründlichstes Zähneputzen nicht so leicht entfernen lässt. Mit Raucherbelag muss man als Rauchende also ab einer gewissen Zeit mit Sicherheit rechnen. 

Rauchen schädigt (nicht nur) unsere Zähne

In Zigaretten befinden sich bekanntlich über 5000 schädliche und teils krebserregende Substanzen wie Teer und Nikotin, die sich bei der Inhalation an unseren Zähnen absetzen können. Obwohl Stoffe wie Nikotin in der Regel farblos sind, werden sie bei Kontakt mit Sauerstoff gelb, wodurch letzten Endes der gelbe Belag auf den Zähnen entsteht.

Raucherbelag ist nicht nur unästhetisch, sondern äußerst gefährlich für Zähne, Mundschleimhaut und den ganzen Körper. Das Risiko an Zahnkrankheiten wie Gingivitis, Parodontose oder Karies zu erkranken ist für Rauchende deutlich höher als für Nichtrauchende.

Eine Ursache dafür ist, dass Nikotin die natürliche Mund-Flora zerstört. Die Bakterien, welche dort leben, sind unter anderem dafür zuständig, dass Zucker in Säure umgewandelt wird. Nikotin behindert diesen und andere biochemische Prozesse im Mundraum, sodass Inhaltsstoffe langsamer abgebaut werden und Zahnkrankheiten sehr leicht entstehen können. 

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Was man selber gegen Raucherbelag unternehmen kann

Ein grundsätzliches Problem von Raucherbelag ist, dass sich die Tabak-Verfärbungen tiefer absetzen als normaler Zahnbelag. Jahrelanges Rauchen und damit jahrelange Tabak-Einlagerungen bewirken einen besonders intensiven und tiefgehenden Zahnbelag, welcher nur mit Zähneputzen – selbst mit hochqualitativer Bürste und wirksamer Zahnpasta – schwer wegzubekommen ist.

Hausmittel gegen solche starken Beläge sind weit verbreitet. Leider sind aber die wenigsten davon wirklich hilfreich. Nach vielen Selbsttests haben wir jene Hausmittel ermittelt, welche einen nachweislich positiven Effekt haben und sich somit für die Behandlung der lästigen Raucherbeläge eignen. 

Mundhygiene verbessern, Rauchen aufgeben

Noch viel wichtiger als jedes Hausmittel ist eine gründliche und regelmäßige Mundhygiene, damit es gar nicht erst zu den Verfärbungen kommen muss. Die tägliche Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen, eine hochqualitative Zahnpasta, die gelegentliche Mundspülung und natürlich der Verzicht auf Rauchen an sich sind die besten Voraussetzungen für schöne, weiße Zähne.

Auch wenn man wenig Wert auf die Optik der eigenen Zähne legt, sollte man sich, wegen der Liebe zur eigenen Gesundheit, gegen das Rauchen entscheiden. Die Nachteile von Rauchen sind so immens, dass sie auch abseits des Zahnbereiches verheerende Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben können. Hören Sie also noch heute auf.

Aktivkohle

Aktivkohle ist schon seit langer Zeit ein gängiges Mittel zur Behandlung vieler Beschwerden. Meistens wird sie wegen ihrer Fähigkeit Flüssigkeiten zu absorbieren zur Behandlung von Durchfall genutzt.

Die besondere Molekular-Struktur der Aktivkohle eignet sich außerdem hervorragend, Gifte zu binden und abzuführen. Diese Eigenschaft wird bei der Behandlung von Zahnverfärbungen genutzt. Deswegen gibt es neben reiner Aktivkohle bereits Zahnputzpulver aus Aktivkohle und Zahnpasta mit Aktivkohlepulver. Auch selbstgemachte Zahnpasta und Mundwasser mit eingemischtem Aktivkohlepulver erfreuen sich gerade großer Beliebtheit. 

Zitronensaft

Zitronensaft enthält Zitronensäure, welche unter anderem dabei helfen kann, Zähne aufzuhellen. Die Anwendungs-Methodik ist ziemlich einfach: Entweder beißt man einfach in die Zitrone oder man reibt sich die Zähne mit Zitronensaft ein.

Das sollte eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen am Abend gemacht werden, da die Säure das Zahnschmelz stark angreift, weshalb dieses danach gleich mit einer entsprechenden Zahnpasta behandelt werden sollte. Die Zähne werden also “remineralisiert”. Die oft verbreitete Idee, Zitronensaft mit Backpulver zu kombinieren, sollte auf keinen Fall verfolgt werden und außerdem sollten nach der Behandlung mit Zitronensaft keine Süßigkeiten oder zuckerhaltige Lebensmittel gegessen werden, da das Zahnschmelz danach angegriffen und dadurch sehr anfällig für Karies ist.

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Ölziehen

Eine aus der Antike stammende Methode, welche heute nur noch in der traditionellen indischen Heilkunst (Ayurveda) angewendet wird, ist das Ölziehen. Wenn man zum Beispiel den Mund – insbesondere die Zahnzwischenräume – mit Olivenöl gründlich durchspült, bindet man Fäulnisbakterien an das Öl, stoppt sie so vom Wachstum und entfernt damit unangenehme Gerüche aus dem Mund. Anwendungsmethoden und Rezepte sind im Internet zu Hauf verfügbar. Oft wird auch gesagt, dass regelmäßiges Ölziehen sogar Zahnfäulnis entgegenwirken kann.

Kurkuma

Die Kurkuma-Wurzel stammt aus derselben Pflanzenfamilie wie Ingwer und wird heute als Super-Food angepriesen. Obwohl Kurkuma bekannt dafür ist alles gelb zu färben, kann es ein wirkliches Wundermittel in der Zahnpflege sein, wenn man sich die Zähne mit Kurkumapulver putzt. Bei regelmäßiger Anwendung kann es nicht nur die Zähne aufhellen, sondern auch Mundgeruch vermeiden. Wegen der intensiven Inhaltsstoffe sollte man Kurkuma aber eher bei gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch verwenden.

Natron

Natron wird seit Jahrzehnten als gängige Allzweck-Waffe im Haushalt geführt, da es viele nützliche Funktionen in der Reinigung und Körperpflege übernehmen kann. Einerseits ist Natron berühmt dafür, üble Gerüche zu binden und kann als Putzmittel sehr viele Flecken entfernen. Im Supermarkt und in der Apotheke ist Natron meistens als “Kaiser Natron” erhältlich, welches relativ grobkörnig ist und deshalb eher nicht auf den Zähnen angewendet werden. Dafür sollte spezielles, viel feineres Pulver erworben werden, damit es nicht zu Reizungen des Zahnfleisches kommt. Man kann jedoch auch einfach Kaiser Natron mit einem geeigneten Mörser oder eine Mühle ultrafein mahlen, sodass man nicht lange nach speziellem Natron suchen muss. Die Anwendung von Natron im Mundbereich ist zwei bis dreimal im Monat vollkommen ausreichend.

Salbei

Salbei ist ein traditionelles Hausmittel bei der Linderung vieler Beschwerden und wir zumeist als Tee getrunken. Seine Fähigkeit liegt neben der besseren Körper-Vitalität auch darin, dass verfärbte Zähne auf natürliche Art und Weise aufgehellt werden können – ähnlich wie bei Kurkuma. Am besten verwendet man Salbei zur Aufhellung der Zähne, wenn man ein paar Salbei-Blätter zerkaut. Das Zahnfleisch wird gestärkt, die Zähne gereinigt und der Atem wird gleichzeitig noch frisch.

Bananenschalen

Eine nützliche, aber nicht weit verbreitete Methode, um Raucherbelag zu entfernen ist die Behandlung mit Bananenschalen. Diese enthalten sehr viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und Vitamine, wie etwa Kalium, Magnesium oder Mangan. Die Zähne werden einfach mit der Innenseite der Bananenschale eingerieben und schon kann man nach regelmäßiger Anwendung erste Ergebnisse sehen. Diese Methode ist zwar wirkungsvoll, aber sehr zeitintensiv. Außerdem sollte nach dieser Behandlung immer ein gründliches Zähneputzen erfolgen.

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Erdbeeren

Oft ist im Zusammenhang mit Zahnaufhellung auch von Erdbeeren als Hausmittel die Rede. Im Selbsttest haben sich für uns aber keine eindeutigen Verbesserungen ergeben, weshalb wir diese Methode nicht mit hundertprozentiger Sicherheit weiterempfehlen können. Probieren schadet aber auf keinen Fall: Man zerreibt einfach eine Erdbeere auf den Zahnoberflächen, wodurch die Säure auf den Zähnen freigesetzt wird und die Reinigung stattfinden soll. Wie bei Zitronen auch sollte man bei Erdbeeren nach der Behandlung unbedingt die Zähne putzen.

Risiken bei einer Selbst-Behandlung

Die oben genannten Hausmittel sind grundsätzlich nützlich, haben aber einen “kleinen” Preis, welchen Sie unbedingt berücksichtigen sollten. Sie sind zwar kurzfristig effektiv, aber der teilweise sehr hohe Säuregehalt oder die hohe Konzentration an Schmirgel-Stoffen kann langfristig das Zahnschmelz angreifen und dafür sorgen, dass die Zähne anfälliger für zahlreiche Zahnkrankheiten werden.

Hier ist vor allem Zitronensäure sehr kritisch zu betrachten, da der äußerst hohe Anteil an Säure bei einer öfteren Anwendung dem Zahnschmelz stark zusetzt. Zusätzlich kann die Anwendung von Backpulver irreversible Schäden an den Zähnen hervorrufen. Backpulver hat eine starke Schleifkraft, wodurch unsere Zähne enorm belastet werden können. Es kommt zu einer Abreibung und Entzündungen treten auf. Der hervorgebrachte Bleaching-Effekt ist zwar da, aber die Gefahr, seinen Mundraum auf derartige Art und Weise zu gefährden, ist viel zu hoch und sollte nicht in Kauf genommen werden. Beachten Sie: Backpulver gehört vielleicht als wirksames Putzmittel auf den Waschlappen, aber sicherlich nicht auf Ihre Zähne.

Warum Sie trotzdem zum Zahnarzt gehen sollten

Die genannten Hausmittel sind alle hilfreich, jedoch können sie einfach nie so erfolgversprechend eingesetzt werden, wie eine von Fachpersonal durchgeführte professionelle Zahnreinigung. Erst durch diese können Sie hartnäckigen Raucherbelag gründlich und nachhaltig entfernen. Diese Routine-Behandlung ist genau für diese Fälle gedacht, wo starker Zahnbelag die Zähne verfärbt und sich nur noch schwer lösen lässt.

Mit einer Politur oder einer (moderneren) Air-Flow-Reinigung beseitigt der Zahnarzt in der Regel innerhalb einer halben Stunde harte Beläge auf den Zähnen. Gängig ist die professionelle Zahnreinigung im Zusammenhang mit einer Prophylaxe. Die Prophylaxe ist eine Routine-Behandlung, welche alle sechs Monate empfohlen wird und zur Vorbeugung gegen zahlreichen Zahnkrankheiten wie Zahnfäulnis oder Parodontose dient. Der Zahnarzt wird Sie zusätzlich über weitere Maßnahmen beraten, um Ihr neues, strahlendes Lächeln noch lange weiß zu halten.

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