Zahngesundheit

Redaktion Dr. Zahn3 Min. Lesezeit

Zahnpflege mit nachhaltiger Wirkung

Zähne – unser natürliches Essbesteck

Die Natur meint es richtig gut mit uns. Sie weiß, was wir zum Leben brauchen und liefert es uns in Form von Obst, Gemüse und vielen anderen Lebensmitteln. Auch daran, wie wir diese Nahrung konsumieren können, hat sie gedacht und uns zu diesem Zweck mit perfekten Werkzeugen ausgestattet. Mit unseren clever geformten Zähnen können wir herzhaft in die leckeren Früchte beißen und sie in kleine Stücke kauen, um sie dann mit Genuss hinunterzuschlucken. Aber etwas hat die Natur dann doch vergessen: Eine automatische Reinigung, damit unsere Zähne gesund bleiben.

Vorsorge schützt

Was zu tun ist, damit unsere Zähne möglichst gesund bleiben, wissen wir seit unserer Kindheit, als wir gelernt haben, dass wir sie zweimal täglich putzen sollen. Dass die Empfehlung eigentlich „mindestens zweimal“ lautete, haben viele von uns aber gleich wieder vergessen. Und die ebenso wichtige Reinigung der Zahnzwischenräume und der Oberfläche der Zunge, wo sich besonders gerne Keime ansiedeln, die zu Karies, Parodontitis und Zahnfleischentzündungen führen, fällt meistens aus Zeitmangel aus.
Erst wenn sich die ersten Probleme bemerkbar machen, fällt uns wieder ein, dass wir uns mehr um die Gesundheit unserer Zähne kümmern müssten. Blutungen beim Zähneputzen oder richtige Zahnschmerzen sind Anzeichen, dass sich Entzündungen gebildet haben, die vermutlich durch einen rechtzeitigen Besuch beim Zahnarzt vermeidbar gewesen wären.

Kleine Ursachen mit großer Wirkung

Wie wichtig es ist, dass die Ursachen für Zahnprobleme bekämpft und eventuelle Folgen vom Zahnarzt behandelt werden, zeigen Studien, in denen die Folgen von mangelnder Zahnhygiene untersucht wurden. Sie fanden Zusammenhänge zwischen Parodontitis und ernsthaften Erkrankungen: Parodontitis und Diabetes beeinflussen sich gegenseitig, und Parodontitis geht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Ob die Entzündung diese Erkrankungen verursacht, ist nicht abschließend geklärt.
Aber auch wenn es „nur“ ästhetische Probleme sind, zum Beispiel, wenn Zähne schief gewachsen sind, kann das zu solchen Folgeschäden führen. Zähne, die sehr eng oder verschachtelt stehen, lassen sich schwerer reinigen; Karies und Zahnfleischentzündungen gelten deshalb als mögliche Folgen. Ob eine Behandlung später vor Zahnproblemen schützt, ist allerdings nicht gut untersucht. Bei ausgeprägten Fehlstellungen raten Zahnärztinnen und Zahnärzte Kindern und Jugendlichen oft zu einer Korrektur durch eine Zahnspange.

Endlich wieder weiße Zähne

Weniger schädlich, aber dennoch unerwünscht ist ein anderer ästhetischer Makel, der häufig auf bestimmte Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen ist. Kaffee, Tee oder Rotwein können hartnäckige Verfärbungen auf den Zähnen hinterlassen. Wer zusätzlich auch noch Raucher ist, wird es schwer haben, die weiße Oberfläche seiner Zähne allein durch tägliches Zähneputzen zu erhalten. Da hilft meistens nur eine professionelle Aufhellung der Zähne durch den Zahnarzt. Mit dieser Methode, auch Bleaching genannt, kommt das strahlende Weiß der Zähne schnell wieder zum Vorschein.
Eine Bleaching-Behandlung durch den Zahnarzt des Vertrauens ist besonders schonend und dabei hochwirksam. Weil Zähne und Zahnfleisch vorher zahnärztlich untersucht und während der Behandlung geschützt werden, ist sie sicherer als eine Anwendung auf eigene Faust. Vorübergehend empfindliche Zähne sind aber auch dabei häufig.

Immer gut ausgerüstet

Ein gewinnendes Lächeln mit gesunden und strahlend weißen Zähnen ist durch keine andere Freundschaftsgeste zu ersetzen. Dieser charmante Ausdruck sollte durch sorgfältige Pflege ein Leben lang erhalten werden. Dafür müssen jedoch alle benötigten Hilfsmittel wie Zahnbürste, Zungenschaber und dergleichen stets in hygienisch einwandfreiem Zustand sein.

Quellen

  1. Wechselwirkungen zwischen Mundgesundheit und Allgemeingesundheit (Juni 2022), Bundeszahnärztekammer (BZÄK)
  2. Zahn- und Kieferfehlstellungen, IQWiG, gesundheitsinformation.de
  3. Bleaching (Zahnaufhellung), Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

Stand der Quellen: 18. Oktober 2026.

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