zahnstein entfernen

Tipps zur Vorbeugung von Zahnstein und wie man diesen entfernt

Der Besuch beim Zahnarzt steht an: Die Prophylaxe soll durchgeführt werden und die Entfernung von Zahnstein steht auf dem Programm. Dochttps://dr-pantas.de/ratgeber/zahnstein/h ist das überhaupt notwendig? Wie Sie dem unliebsamen Zahnbelag selbst vorbeugen können und auf welche Weise Sie Zahnstein entfernen sollten, erfahren Sie hier.

Was ist Zahnstein überhaupt?

Zahnstein wird in der medizinischen Fachsprache auch Calculus Dentis genannt. Übersetzt bedeutet dies so viel wie „verkalkte Zähne“. Doch wie entsteht Zahnstein überhaupt?

Der menschliche Speichel enthält viele Mineralstoffe. Vor allem die Calciumphosphat-Verbindungen, die sich in der Plaque befinden, werden mit der Zeit zu festen Mineralien. Genau dann spricht man von Zahnstein.

Er lagert sich vor allem am Zahnfleischrand und an rauen Stellen und Kanten der Zähne ab. Hat sich Zahnstein festgesetzt, können Sie Ihn bereits nach wenigen Stunden nicht mehr mit der Zahnbürste entfernen. Innerhalb von rund 10 Tagen sitzt er schließlich sehr fest und muss professionell entfernt werden.

Warum muss man Zahnstein entfernen lassen?

Doch was ist eigentlich so schlimm an Zahnstein? Wenn es sich um natürliche Ablagerungen handelt – kann er nicht einfach im Mundraum bleiben? Tatsächlich kann er zu Beeinträchtigungen der Zähne und des Zahnfleisches führen – daher sollten Sie Zahnstein unbedingt regelmäßig entfernen lassen.

Zahnstein bildet zuerst einen Zahnbelag-Film, der die Zähne bedeckt. Bakterien haben nun leichtes Spiel: Sie können sich in den Zahnbelägen absetzen und bekommen dadurch den idealen Nährboden. Die Bakterien erzeugen Säuren, welche wiederum den Zahnschmelz angreifen.

Auf diese Weise entsteht Karies, weshalb es sehr wichtig ist, regelmäßig und gründlich die Zähne zu putzen.

Sie sollten Zahnstein auch aus einem weiteren Grund entfernen lassen. Hat er sich einmal verfestigt, setzen sich Zahnbeläge hier immer wieder ab. So wächst der Zahnstein immer mehr und Bakterien bekommen weiterhin eine optimale Angriffsfläche.

Die entstandene Karies kann im schlimmsten Fall ins Zahninnere und bis in die Zahnwurzel vordringen. Entzündet sich diese, kommt es zu Zahnverlust oder sogar ernsten gesundheitlichen Beschwerden. Solche Entzündungen können sogar in Richtung Herz oder Gehirn wandern!

Auch das Zahnfleisch wird von Zahnstein in Mitleidenschaft gezogen. Irritationen und Entzündungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können eine weitere Folge nach sich ziehen: Parodontitis. Diese Erkrankung führt nicht selten zu Zahnverlust und Knochenabbau.

Zahnstein vorbeugen – so funktioniert es

Eines sei vorweg gesagt: Zahnstein lässt sich nicht gänzlich vermeiden und gehört zum Leben einfach dazu. Dennoch können Sie einiges dafür tun, damit er sich langsamer bildet. Der erste Schritt ist eine gute Mundhygiene, aber auch die Ernährung spielt bei Zahnstein eine wichtige Rolle.

Vermehrte Mundhygiene als Präventivmaßnahme

Befinden sich im Speichel viele anorganische Stoffe, lagern sich diese in der sogenannten Plaque ab. Diese Vorstufe des Zahnsteins gilt es zu entfernen. In der Regel schaffen Sie das, wenn Sie mindestens zweimal täglich Ihre Zähne putzen.

Vergessen Sie dabei nicht die Zwischenräume der Zähne. Auch ein Zungenreiniger und Mundspülungen sollten zum Einsatz kommen – so entfernen Sie effektiv alle Bakterien und Keime aus dem Mundraum, die dafür verantwortlich sind, dass sich Zahnstein bildet.

Viele schwören auf elektrische Zahnbürsten. Sie helfen effektiv dabei, Zahnbelag zu entfernen. Außerdem ist es sinnvoll, wenn Sie eine Zahnpasta verwenden, welche Fluorid enthält.

Dieser Inhaltsstoff sorgt dafür, dass angegriffener Zahnschmelz repariert wird. Die von Zahnärzten empfohlene Putzdauer beträgt zwischen 2 und 3 Minuten. Ideal ist ein kleiner Bürstenkopf, mit dem Sie jede Stelle im Mundraum erwischen.

Ein Risiko für Zahnstein bergen eng zusammenliegende Zähne. Hier sollten Sie besonders gründlich putzen und vor allem auf die Zahnzwischenräume achtgeben, da sie sehr anfällig für Ablagerungen sind.

So wirkt sich die Ernährung auf Zahnstein aus

Nicht nur die Mundhygiene beeinflusst die Bildung von Zahnstein. Auch die Ernährung stellt einen wichtigen Faktor dar. Wer viele Kohlenhydrate zu sich nimmt, unterstützt die Bildung von Zahnstein.

Das liegt daran, dass sich die schädlichen Bakterien von diesen Kohlenhydraten ernähren. Deshalb gilt auch Zucker als pures Gift für die Zähne. Verzichten Sie daher auf zuckerhaltige Getränke und Speisen oder putzen Sie sich nach jeder Mahlzeit gründlich die Zähne.

Ersetzen Sie, um auf Nummer sicher zu gehen, Weißmehl durch Vollkornmehle. So machen Sie es den Bakterien schwer, in Ihrem Mundraum lange zu überleben. Es gibt übrigens auch Lebensmittel, die Sie gezielt konsumieren können, um Zahnstein vorzubeugen. Folgende Lebensmittel helfen gegen Zahnstein:

  • Käse gilt als effektives Mittel gegen Plaque, da er – gründlich gekaut – spezielle Säuren bildet. Essen Sie daher am besten nach einer Mahlzeit ein Stück Käse.
  • Vitamin C trägt zu einer gesunden Mundflora bei. Vitamin C-haltige Speisen wirken somit der Bildung von Zahnstein entgegen.
  • Rohes Gemüse wie Paprika und Karotten reinigen die Zahnzwischenräume und massieren das Zahnfleisch. Zudem enthalten sie wichtige Vitamine, die die Mundschleimhäute gesund und vital erhalten.

Verzichten Sie, um Zahnstein vorzubeugen, ebenfalls auf Zigaretten. Dadurch entstehen nämlich nicht nur unschöne gelbe Raucherzähne – in den Belägen halten sich Bakterien gut, was die Entstehung von Zahnstein begünstigt.

Zahnstein entfernen – wichtige Hinweise

Wie bereits erwähnt, lässt sich Zahnstein nicht mehr durch bloßes Zähneputzen entfernen, wenn er sich einmal festgesetzt hat. Daher ist der regelmäßige Gang zum Zahnarzt unerlässlich. In der Prophylaxe entfernt er mit speziellen Geräten effektiv und schnell Ablagerungen, die durch Zahnstein entstanden sind. Schmerzhaft ist eine solche Behandlung jedoch nicht.

Es gibt auch Methoden, um Zahnstein selbst zu entfernen. Als Hausmittel gelten Backpulver und Natron. Da diese Mittel stark alkalisch sind, neutralisieren sie Säuren, die sich im Mundraum aufhalten.

Dazu geben Sie das Pulver auf Ihre Zahnbürste und putzen sich damit die Zähne. Wichtig ist, anschließend die Zähne noch einmal nur mit Zahnpasta zu putzen. Allerdings gilt dieses Hausmittel als sehr umstritten.

Immer wieder verwenden Menschen Backpulver zur Aufhellung der Zähne. Allerdings greift es den Zahnschmelz stark an, sodass Schäden entstehen können. Daher ist der Zahnarzt, welcher im Normalfall nichts kostet, definitiv die bessere Wahl.

Fazit

Die Bildung von Zahnstein kann durch verschiedene Faktoren begünstigt oder gehemmt werden. Achten Sie stets auf eine gute Mundhygiene und gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt. So können Sie schwere gesundheitliche Folgen verhindern.

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